Dolphin Capital, inzwischen German Property Group GmbH – Ansprüche von Anlegern?

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German Property Group GmbH zahlt Anlage nicht zurück

Das Prinzip klingt einfach und sicher: Dolphin Capital, inzwischen German Property Group GmbH erwirbt Immobilien, saniert diese und sobald die Wohnungen verkauft sind wird der Gewinn daraus für die Rückzahlung der Investitionssumme plus Rendite ausgezahlt. Und diese klingen verlockend hoch. Wer den deutschen Wohnungsmarkt kennt wird wissen, dass hierbei kein großes Risiko besteht. Oder?

Viele der Anleger befinden sich im Ausland, einige schenkten dem Vorhaben genug Vertrauen um sogar ihre gesamten Ersparnisse fürs Alter zu investieren. So auch eine Engländerin, die ihre komplette Altersvorsorge in die jetzige German Property Group GmbH steckte. Anstatt ihrem versprochenem Geld bekommt sie seit Monaten nur Briefe mit Ankündigungen wann es ausgezahlt werden würde. Geht es Ihnen genauso? Schreiben Sie uns!

Hanau ist nach Presseberichten wohl leider kein Einzelfall. German Property Group GmbH bot auch in Augsburg und Bamberg die Möglichkeit in sanierungsbedürftige Gebäude zu investieren. Auch hier wartet man nach Angaben verschiedener Medien vergebens auf Sanierungen sowie Auszahlungen. Aus Asien, wo das Unternehmen damals noch als Dolphin Capital agierte, ist gleiches zu berichten. Hier warten Anleger schon Jahre auf eine Auszahlung.

Nur ein Beispiel: Siedlung Hanauer Hauptbahnhof – Investition wird nicht ausgezahlt

Es ist nur ein Beispiel unter vielen: 2014 kaufte Dolphin Capital in Hanau 13 Häuser mit ca. 170 Wohnungen und sicherte der Stadt vertraglich zu diese zu sanieren. Bis heute fanden keine statt. Seit 2017 sind Dolphin Capital und die Stadt vor Gericht. Die Gebäude verfallen und verlieren stetig an Wert. Welche Ansprüche haben Betroffene?

Mittlerweile werden auch bei anderen Sanierungsprojekten die fälligen Investitionen und die vereinbarten Gegenleistungen nicht mehr zurückgezahlt, unabhängig von bürokratischen Hürden vor Ort.

GPG versendet Rundschreiben zur Beruhigung – Berater CFE beauftragt

Die German Property Group versendet nunmehr Schreiben, mit denen die Anleger beruhigt werden sollen. Man habe Consult Finance Estate (CFE) damit beauftragt, die Struktur der Gesellschaft zu reorganisieren. Dies sei aufgrund “schwieriger Marktbedingungen” erforderlich gewesen. Die Prüfung könne bis zu 6 Monate andauern. U.a. wird auch ein Moratorium angekündigt.

Außerdem kündigt GPG an, es werden während dieser Zeit der Prüfung seitens CFE keinerlei fällige Forderungen bedient.

GPG bittet die Anleger darum, auf die Geltendmachung der fälligen Forderungen zu verzichten.

Ansprüche der Anleger sofort durchsetzen

Die German Property Group GmbH, die seit 2016 nach Presseberichten keine Bilanzen mehr veröffentlicht hat, betonte ursprünglich, dass keine finanziellen Gründe für die verspäteten Auszahlungen sorgen. Die ausgebliebenen Sanierungen werden mit schwieriger Bürokratie zu erklären versucht. Der gescheiterte Weiterverkauf der Häuser in Hanau lässt an dem angekündigten Sanieren zudem zweifeln. 

Aufgrund der neuen Rundschreiben vom Oktober und Dezember 2019 steht aber nun fest, dass es Zahlungsschwierigkeiten und Liquiditätsengpässe geben muss. Die Rundschreiben werden aus anwaltlicher Sicht als reine Verzögerungstaktik bewertet. Es soll mutmaßlich verhindert werden, dass Anleger frühzeitig anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

In den Verträgen jedenfalls sind klare Fälligkeitstermine geregelt, an die GPG gebunden ist. Insbesondere bestehen keine Ausnahmetatbestände, wonach GPG bei Liquiditätsproblemen die Auszahlung verweigern könnte.

Die Rundschreiben sind rechtlich nicht dazu geeignet, Zahlungsansprüche von Investoren zu verzögern oder zu verhindern. Wir raten Ihnen dazu, Ihre Ansprüche sofort ohne weiteres Zögern geltend zu machen.

Wir prüfen gerne Ihren Fall und beraten Sie zu möglichen Ansprüchen und zur Vorgehenweise.