Insolvenz der Oil & Gas Invest AG Frankfurt

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OGI AG – Insolvenzverfahren eröffnet

Die Oil & Gas Invest AG, Lyoner Straße 34, 60528 Frankfurt am Main (kurz OGI AG) ist insolvent. Durch Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main (810 IN 1009/18 O) vom 31.08.2018 ist über das Vermögen der Gesellschaft die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und bestimmt worden, dass Verfügungen der Schuldnerin nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind.

Im Visier der BaFin

Damit endet der Traum vieler Anleger, die mit der Investition in Nachrangdarlehen der OGI AG mit Ölförderung viel Geld verdienen wollten. Ziel war die Exploration und Ausbeutung von Ölquellen in den USA. Die BaFin und die Zeitschrift Finanztest hatten schon früher Bedenken an dem Geschäftsmodell geäußert. Die BaFin hatte den Vertrieb der Nachrangdarlehen zwischenzeitlich verboten, weil es sich um ein erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft gehandelt haben soll.

Daraufhin wurde das Geschäftsmodell umgestellt. Anlegern wurde im neuen Modell eine Festzinsredite von 9-12 % versprochen, jedoch ohne Rückzahlungsgarantie.

Zuletzt erhielt die OGI AG bei der Luxemburger CSSF das Placet für einen Prospekt von 500 Seiten Umfang.

Was können Anleger der OGI AG jetzt tun?

Insolvenz der OGI AG – Forderungen anmelden

Nachdem nun das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet wurde, können Forderungen der Anleger gegen die OGI AG beim Insolvenzverwalter zur Tabelle angemeldet werden. Es handelt sich hierbei um ein formelles Verfahren, für das allerdings seitens des Insolvenzverwalters Fristen bestimmt werden. Diese Fristen sind unbedingt einzuhalten.

Rückzahlung und Schadensersatz – Nachrangdarlehen unwirksam?

In letzter Zeit mehren sich Gerichtsurteile, die Nachrangklauseln  in Geldanlagen gegenüber Verbrauchern als unzulässige Benachteiligung oder intransparente Klauseln angesehen haben. Die Folge ist, dass der Anleger als Gläubiger zumindest mit seinen Forderungen nicht im Nachrang steht.

Ansprüche aus Prospekthaftung bei der OGI AG – Prospektfehler

Darüber hinaus ist eine Haftung wegen fehlerhafter oder unvollständiger Angaben im Prospekt denkbar. Dann haftet die Gesellschaft wegen des Prospektfehlers aus Rückzahlung der gesamten Beteiligungssumme abzüglich etwaiger Ausschüttungen. Aufgrund der eingetretenen Insolvenz der Gesellschaft ist jedoch zu prüfen, ob die Initiatoren und Hintermänner als Prospektverantwortliche in Betracht kommen.

Haftung des Vertriebs – Beratungsfehler bei Oil & Gas Invest?

Hinzu kommen mögliche Ansprüche gegen den Vertrieb der Geldanlage, also gegen Banken, Anlageberater, Anlagevermittler und Finanzdienstleister, die das Investment der OGI AG als werthaltig und empfehlenswert vertrieben haben.

Diese haften im jeweiligen Einzelfall auch für Fehler des Prospekts. Daneben aber haften Anlageberater auch dann, wenn die Empfehlung der Anlage den Anlagezielen des Anlegers nicht entsprochen hat oder wenn die Anlage, wie leider häufig der Fall, als besonders sicher und risikolos beworben wurde (Stichwort “Altersvorsorge”). Das dürfte bei einem Nachrangdarlehen per se eine unzutreffende Aussage sein

Beratungsbedarf wegen Oil & Gast Invest?

Sollten Sie Anleger der Oil & Gast Invest AG sein,  besteht jetzt Handungsbedarf. Zumindest müssen die Forderungen zur Tabelle des Insolvenzverwalters angemeldet werden. Weitere Schritte sind zu prüfen.

Gerne helfen wir Ihnen weiter.