V+ GmbH & Co. Fonds 3 KG – Venture Plus 3 – Schadensersatz, Beraterhaftung, Rückabwicklung

venture plus v plus v+ fonds kapitalanlage schaden anwalt rechtsanwalt frankfurt

Anleger, die Fonds aus der Reihe V plus bzw. Venture Plus gezeichnet haben, kennen die Werbung: Die Fonds sollen es privaten Anlegern ermöglichen, auf unterschiedliche Weise Beteiligungen im Private Equity Bereich einzugehen.

Verkaufsprospekt Venture plus – Werbeaussagen

So heißt es in der Werbung für diese Kapitalanlage V+ Fonds 3:

Das eingeworbene Kapital mündet in Beteiligungen an Unternehmen mit innovativen Produkten und Projekten …
Das Management investiert mit Direktbeteiligungen ausschließlich in Zukunftsmärkte, die ein hohes Erfolgspotenzial haben…
Venture plus erwirbt im Zweitmarkt Anteile von Fondsgesellschaften zu sehr günstigen Konditionen und erhöht damit erheblich die Streuung …

Nicht wenige dürften sich von solchen und ähnlichen Werbebotschaften aus den Produktbroschüren und Emissionsprospekten, die vom Vertrieb (Anlagevermittlern Anlageberater) in ähnlicher Form dargestellt wurden, angezogen gefühlt haben.

Pflichtverletzungen beim Vertrieb der Anlage

Nicht immer sind jedoch die Grundsätze der anlegergerechten sowie der anlagegerechten Beratung bei der Vermittlung solcher Fondsanlagen der Venture Plus berücksichtigt worden. Insbesondere das LG Landshut hat nun mehrfach entschieden, dass es vor allem im Vertrieb der Kapitalanlage V plus in der Variante Fonds 3 zu Beratungsfehlern gekommen ist, die Anleger zur Rückabwicklung der ungeliebten Beteiligung berechtigen (u.a. LG Landshut, Az. 21 O 2323/16).

Besonders problematisch stellt sich die Vermittlung solcher Anlagen dar, wenn während des Beratungsgesprächs bzw. vor der Zeichnung der Anlage zur Information des Anlegers nicht auf den Emissionsprospekt zurückgegriffen wird bzw. dieser nicht rechtzeitig vor Zeichnung zur Verfügung gestellt wurde. So wird dann im jeweiligen Einzellfall nicht einmal auf die im Prospekt angegebenen Risikohinweise eingegangen, sondern die Anlageform in leuchtenden Farben und gerne als „sichere Anlage“ dargestellt.

Totalverlust – Risiko bei Venture Plus

So wurde im Vertrieb – so jedenfalls legt die Lektüre der Urteile des LG Landshut bislang nahe – nicht immer darüber aufgeklärt, dass bei dieser Art von Beteiligung einen Risiko des Totalverlustes eingesetzten Kapitals erfolgt. Eine Garantie für die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals gibt es gerade nicht. Es handelt sich nämlich um eine unternehmerische Beteiligung ohne jegliche Sicherheit (Totalverlustrisiko).

Fehlender Zweitmarkt bei Venture Plus

Auch dass es für diese Art von Beteiligungen oftmals keinen flüssigen Zweitmarkt gibt, also es schwierig wird, eine solche Beteiligung, wenn man sie einmal erworben hat, wieder zu verkaufen, wurde nicht immer in der hinreichenden Klarheit und vor allem nicht als erhebliches Risiko dargestellt.

Extrem lange Laufzeit der Beteiligung

Auch nicht immer mit der gebotenen Deutlichkeit wurde den Anlegern die Tatsache mitgeteilt, dass bei den hier vorliegenden Venture Plus Fonds die Laufzeit überaus lang sein kann. Man spricht hier von mehreren Jahrzehnten, bei denen eine ratierliche Einzahlung des Kapitals vorgesehen ist. Auch hier kann ein entsprechender Beratungsfehler des Anlagevermittlers vorliegen, wenn beispielsweise mit einer jederzeitigen Kündbarkeit oder einer Vergleichbarkeit mit »Festgeld« im Beratungsgespräch geworben wurde.

Renditeprognosen und Fehlinvestitionen

Auch ist im Vertrieb nicht immer in der gebotenen Deutlichkeit darauf hingewiesen worden, dass eine bestimmte Höhe der zu erwartenden Rendite nicht garantiert werden kann. Es besteht hier also aufgrund der Natur als unternehmerische Beteiligung keinerlei Sicherheit für den Anleger. Zudem ist aufgrund der Struktur als Beteiligungsgesellschaft, die auf dem Zweitmarkt Beteiligungen an bereits bestehenden Unternehmen erwirbt, ein gesteigertes Risiko von Fehlinvestitionen erkennbar. Dies mag im Verkaufsprospekt dargestellt, jedoch im Vertrieb nicht in jedem Falle korrekt an die potentiellen Anleger weitergegeben worden sein.

Mögliche Vorgehensweisen

Rückabwicklung der Beteiligung V+

Stellt sich heraus, dass bei der Vermittlung der Anlage im Beratungsgespräch Pflichtverletzungen stattgefunden haben, also entweder falsche Informationen gegeben wurden oder wichtige Informationen unterlassen worden sind oder aber die Beratung sich nicht am jeweiligen Anleger und dessen Anlagezielen orientiert hat, so kommt eine vollständige Rückabwicklung der Beteiligung im Wege des Schadensersatzes in Betracht.

Je nach Fallkonstellation können diese Ansprüche gegen den Anlageberater oder Anlagevermittler selbst oder gegen die vor Gesellschaften gerichtet werden.

Widerruf der Beteiligung Venture Plus

Überdies spricht vieles dafür, dass die den Beitrittserklärungen beigefügten Widerrufsbelehrungen nach Verbraucherschutzrecht nicht korrekt gewesen sein könnten. Dann kann der Anleger seine Willenserklärung, gerichtet auf den Beitritt zum Fonds, auch Jahre nach Zeichnung noch widerrufen. Jedoch ist diese Variante wirtschaftlich nicht immer vorteilhaft. Hier muss je nach Einzelfall entschieden werden.

Haben Sie Beratungsbedarf – dann kontaktieren Sie uns

Wenn Sie einen Venture Plus 3 gezeichnetFonds haben und sich hierbei falsch beraten fühlen oder nunmehr festgestellt haben, dass die versprochen Renditeprognosen nicht eingehalten werden, so dürfen Sie sich jederzeit gerne für eine Erstberatung an uns wenden.

Am Besten füllen Sie unser Kontaktformular aus, wir melden uns bei Ihnen: